Kunst in der Johanneskirche

Hier hat die Begegnung mit der Kunst einen Ort

Augenfällig

In der Johanneskirche hat die Begegnung mit der Kunst einen Ort. Wir gestalten selbst, weil das Spass macht und uns manchmal auf religiöse Wege führt, wir zeigen und besuchen Ausstellungen, und immer wieder taucht ein Kunstwerk in Gottesdiensten auf. Das kann der Isenheimer Altar sein oder etwas ganz anderes. Wir betrachten, wir feiern und wir machen, und dabei merken wir, wie die bildende Kunst – genauso wie die Musik – religiösen Charme entwickelt. Mit ihr wird vieles, wovon wir sonst vor allem reden, auf eigene Art augenfällig. Kommen Sie mal vorbei!

Ausstellung in der Johanneskirche

Energy – oder das verlorene Paradies

Wer derzeit die Johanneskirche betritt, wähnt sich vielleicht nicht gerade im Paradies, aber in den Ferien. Warum?

Da, wo sonst eine grosse, weisse Wand hinter dem Taufstein zu sehen ist, blickt man/frau auf ein Bild, das die gesamte Fläche von 8 × 3 m einnimmt. Badende Menschen sind zu sehen. Das Wasser glitzert. Grünende Büsche und Bäume umranden es. Eine Idylle! Auf den ersten Blick erinnert diese Komposition an klassische Freskengemälde vom Paradies. Aber es ist eine Fotografie aus dem Jahr 2019. Der zweite Blick oder die Handys in den Händen der Badenden zeigen es.
Geht es wirklich so paradiesisch zu?
Oder drängen sich dafür schon zu viele Menschen auf zu engem Raum?
Ist dieses Paradies verloren und manches andere auch?
Eine Dose mit dem Energy-Drink «Green Apple» schwebt auf einem schmalen Podest davor. Ein künstlich erzeugtes Apfelaroma als Zeichen dafür, wie schnell wir künstlichen Ersatz-Welten ihre Versprechen glauben?

Die Brüder Reto und Markus Huber treten gemeinsam unter dem Namen huber.huber auf. Mit ihnen beginnt eine Reihe, in der KünstlerInnen angefragt werden, jeweils für ein halbes Jahr die Johanneskirche mit zeitgenössischer Kunst zu bespielen.

JOHANNESKIRCHE

Geöffnet werktags von 8.30 bis 16.30 Uhr
Finissage am 9. Juni 2021 um 18 Uhr

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